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Abschaffung
des Euro - Wiedereinführung der DM?
Eine
Gemeinschaftswährung ohne einheitliche Steuer-, Sozial-
und Wirtschaftspolitik kann nicht
funktionieren!
Experten
sagten
dies von Anfang an, also seitdem überhaupt die
Schnapsidee vom Euro publik wurde.
Aber
müssen sich Politiker an die Gesetze der Logik halten?
Nein, sie müssen nicht! Denn sie repräsentieren
die Macht. Selbst in einer
Demokratie
können
sie weitgehend schalten und walten wie sie wollen (vor
allem, wenn sie sich mit der Opposition verbünden).
Eine Einmischung des Bürgers ist nicht zu
fürchten, wenn (wie in Deutschland)
bundesweite
Volksentscheide
verfassungsrechtlich
nicht vorgesehen sind.
Nun
haben wir also in Europa genau das Dilemma, was zu erwarten
war!
Griechenland
ist nahezu zahlungsunfähig, aber auch andere
Wackelkandidaten lassen Schlimmes ahnen.
Kluge
Regierungen haben dieses absehbare Debakel vermieden, indem
sie gar nicht erst den Euro einführten. Europas
Musterschüler Deutschland gehörte jedoch zu den
Gründungsvätern, obwohl die DM als
angesehenstes Zahlungsmittel der Welt galt.
Von
vornherein hat man vermutlich darauf vertraut, das "reiche"
Deutschland, Frankreich, Österreich und die
Benelux-Länder könnten im Notfall mit
Bürgschaften schwachen Staaten beispringen.
Jetzt ist es allerdings so, dass auch die anderen
schwächelnden PIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland,
Spanien) mit hohen Milliardensummen sich für
Griechenland verbürgen sollen. Damit werden diese
bereits angezählten Länder zusätzlich
belastet, die Rating-Agenturen werden weitere Abstufungen
vornehmen, wodurch deren staatliche Zinslasten
steigen.
Abschaffung
des Euro?
Der
Euro - ein Fass ohne Boden!
Politiker
versuchen derweil zu retten, was zu retten ist. Noch hofft
man, mit Kreditzusagen die brodelnden Finanzmärkte
beruhigen zu können. Griechenland soll für drei
Jahre an den Tropf bzw. unter die Obhut der
Euro-Partnerländer ("Bruderstaaten") gestellt werden,
die in dieser Zeit die fälligen Staatsanleihen gegen
angemessenen Sonderzins (5 %?) zur Verfügung
stellen.
Für
einige Monate mag das griechische Problem damit gelöst
sein. Aber dafür stehen dann die anderen PIGS-Staaten
im Fokus der Finanzmärkte. Die Haushaltsdefizite sind
in diesen Ländern ebenfalls atemberaubend - deren
Kreditbedarf wird also weiter steigen. Das bedeutet
zwangsläufig erhöhte Risikoaufschläge. Wenn
die Haushaltsdefizite sich dort nicht bald spürbar
verringern, wird man das Problem kaum noch in den Griff
bekommen - der gefürchtete Dominoeffekt tritt
ein.
Denn
leider befinden sich auch die einst starken Euro-Länder
(Deutschland, Frankreich, Benelux, Österreich) in
Schwierigkeiten. Auch dort müssen wegen gigantischer
Haushaltslöcher die Ausgaben heruntergefahren werden
(was die wirtschaftliche Erholung
gefährdet).
Wie
will man aus dieser Zwickmühle wieder
herauskommen?
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Vielleicht
haben unsere Spitzenpolitiker sogar recht, wenn sie
beteuern, es gäbe noch eine Hoffnung für
den Euro.
Aber
dann müssen die Deutschen zahlen bis sie
schwarz werden und sich weiterhin mit sinkenden
Reallöhnen und Renten
abfinden.
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Abschaffung
des Euro?
Schluss
mit der Lügenpropaganda!
Wie
will man existentielle Probleme lösen, wenn unangenehme
Wahrheiten weiterhin verdrängt werden?
Noch
immer heißt es süffisant, "Wir Deutschen
profitieren vom Euro". Dabei ist doch bekannt, dass mit
Einführung dieser Multikulti-Währung die
Reallöhne und Renten weiter gesunken sind und die
Probleme auf dem Arbeitsmarkt sich nochmals verschärft
haben. Nur einer überaus geschickten Bilanzkosmetik ist
es zu verdanken, dass die
Behörden
statt
tatsächlicher zehn Millionen offiziell 3,4 Millionen
Arbeitslose
vermelden
können.
Wie
kann man angesichts dieser Katastrophe weltfremd vom
"Profitieren" reden? Was soll dieser unverschämte
Zynismus - hat man überhaupt keinen Respekt mehr vor
der Wahrheit bzw. dem Wähler?
Immer
noch wird auch die
Mär
vom Exportweltmeister
verbreitet,
immer noch heißt es, Deutschland stellt viel mehr her,
als es verkonsumiert. Doch die hohen Exporte werden
übertrieben dargestellt und unsere unheilvolle
Importabhängigkeit wird verschwiegen. Man braucht nur
in ein großes Kaufhaus zu gehen um zu sehen, dass kaum
noch etwas im eigenen Land hergestellt wird. Wie die
Lohnentwicklung der letzten drei Jahrzehnte eindrucksvoll
beweist,
profitiert
die deutsche Bevölkerung keinesfalls von der
Exportabhängigkeit.
Wenn
Deutschlands Grundproblem die Überproduktion wäre,
bräuchten nur die Arbeitseinkommen angehoben werden
(damit wäre der Überhang schnell abgebaut).
Spätestens dann würde erkannt, wie unsinnig die
These von der Überproduktion ist. Auch Irland weist
selbst für das Krisenjahr 2009 einen gewaltigen
Handelsbilanzüberschuss aus, der ebenfalls die
tatsächlichen Verhältnisse auf den Kopf
stellt.
Abschaffung
des Euro?
Profitiert
Deutschland vom Kursverfall des Euro?
Selbst
der momentane Wertverlust des Euro wird schöngeredet.
Deutschland müsse den Griechen wegen des schwachen Euro
dankbar sein, weil damit der Export weiter gefördert
wird, heißt es vielversprechend. Aber wozu bitte eine
weitere Exportsteigerung, wenn wir ohnehin schon einen
übertriebenen Handelsbilanzüberschuss ausweisen?
Je mehr Exportüberschuss, desto besser? Ist das die
Devise?
Ein
niedriger Euro bedeutet im Umkehrschluss höhere Preise
für Importe, also auch für Rohstoffe. Profitiert
Deutschland wirklich davon, wenn es künftig mehr Geld
für Öl und Gas ausgeben muss?
Selbst
Spitzenpolitiker versäumen keine Gelegenheit dem Volk
einzureden, dass Deutschland, hätte es die DM noch,
schon längst pleite wäre, weil es seine Produkte
nicht mehr im Ausland absetzen könnte. Da grenzt es
doch schon an ein Wunder, dass Deutschland 50 Jahre mit
seiner starken DM bestens zurechtkam, sogar schon damals
Exportweltmeister war und alle Rezessionen und
Wirtschaftskrisen spielend überstand. Unerklärlich
auch, wieso Länder mit eigener Währung immer noch
existieren können (Schweiz, Großbritannien).
Seit
wann ist eine starke Währung ein Makel? Es gibt
genügend Möglichkeiten, eine zu starke
Währung notfalls aufzuweichen, das ist überhaupt
kein Problem. Nur umgekehrt wird es schwierig.
Abschaffung
des Euro?
Nicht
nur Griechenland braucht eine eigene
Währung!
Das
Griechenland-Desaster macht wieder einmal klar, was
eigentlich selbstverständlich sein sollte: Ein
souveräner Staat braucht seine eigene Währung,
die wirtschaftliche Ungleichgewichte automatisch durch Ab-
oder Aufwertungen ausgleicht. Nur die eigene Währung
sorgt gewissermaßen für eine Korrektur
vorangegangener Fehlentwicklungen.
Griechenland
hat seit der Euro-Einführung über seine
Verhältnisse gelebt, die Löhne sind zu stark
angestiegen (wodurch die Wettbewerbsfähigkeit sank) -
die regelmäßigen großzügigen
EU-Transferzahlungen konnten diesen Übermut nicht
ausgleichen.
Vor der Einführung des Euro hat die griechische Drachme
mangelnde Disziplin beim Geldausgeben durch eine Abwertung
bestraft - dieser Korrekturmechanismus fehlt jetzt.
Der
Euro gestattet lediglich eine Sozialisierung langjährig
aufgebauter Missverhältnisse - die Euro-Gemeinschaft
wird in die Pflicht genommen (auch wenn sie selbst vor
ungelösten Problemen steht).
Durch
dieses mauschelige Verallgemeinerungsprinzip erfolgt keine
Lösung der Grundsatzprobleme, sondern lediglich eine
Verdrängung derselben. Der Reformstau wächst, die
Gefahr einer globalen Staatsschuldenkrise nimmt dramatisch
zu.
Abschaffung
des Euro?
Ohne
Euro wären alle Euroländer besser
dran!
Vielleicht
bleibt in der akuten Notlage tatsächlich den
Eurostaaten nichts anderes übrig, als auf die Schnelle
die Wogen zu glätten und Griechenland Geld zu leihen.
Dennoch halte ich dies nicht für eine praktikable
Dauerlösung.
Letztlich
führt wohl kein Weg dran vorbei, den Euro wieder
kontrolliert aufzulösen. Denn nur ein souveräner
Staat mit eigener Währung hat im globalen
Dumpingwettbewerb langfristig eine Überlebenschance.
Reicht die Kraft oder die Einsicht nicht für eine
kontrollierte Rückabwicklung, wird es eines Tages zu
einem explosionsartigen Zusammenbruch des Euro kommen,
dessen Folgen verheerend sein werden.
Als
einzige Alternative für die Abschaffung des Euro gibt
es meines Erachtens nur den Einheitsstaat (ein Volk, ein
Reich, ein Euro). Nur wenn in allen Eurostaaten völlig
gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschen (gleiche Steuern,
gleiche Arbeitsschutzgesetze, gleiche Umweltauflagen,
gleiche Bildungssysteme, gleiche Gesetze und
Gesetzgebungsverfahren - folglich auch gleiche Löhne,
Renten und Sozialsysteme), nur dann wären die
Voraussetzungen für eine Einheitswährung
geschaffen.
Aber
eine solche Vereinheitlichung scheint zumindest aus heutiger
Sicht utopisch, es genügt
nicht,
allein
in Deutschland jeglichen Patriotismus zu
unterbinden,
auch die anderen Länder müssten ihren über
Jahrtausende gewachsenen Nationalstolz ablegen.
Ob
dann eine echte Supermacht, die Vereinigten Staaten von
Europa, erfolgreicher agieren würde, bleibt fraglich.
Denn ein Riesenreich ist nun einmal schwieriger zu verwalten
und zu regieren, zumal wenn zwei Dutzend verschiedener
Amtssprachen und Mentalitäten
aufeinandertreffen.
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Seit
Einführung des Euro ist in Italien die
Wirtschaft nicht mehr gewachsen. Alle
technologisch-produktiven Fortschritte sind dort
verpufft.
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Der
Euro und die Spekulanten
Nun
wird im Falle Griechenland einmal mehr den Spekulanten die
Schuld zugeschoben. Der rasante Zinsanstieg für
griechische Staatsanleihen sei rein spekulativ, da sich die
wirtschaftliche Lage Griechenlands doch kaum verändert
habe.
Leider
verdrängt eine solch populistische Interpretation schon
wieder die Wahrheit. Denn erstens sind die niedrigen Zinsen
der Vergangenheit lediglich auf die falschen
(betrügerischen) Angaben seitens der damaligen
griechischen Regierung zurückzuführen - und
zweitens führt das neue Zahlenmaterial und das
zerstörte Vertrauen natürlich zu höheren
Risikoaufschlägen. Wer möchte einem maroden Staat
schon gerne Geld leihen, wenn es keine
Rückzahlungsgarantie mehr gibt?
Die
Tage des Euro sind gezählt...
Das
Vertrauen der Kapitalmärkte in den Euro ist durch die
Griechenland-Krise nachhaltig
gestört.
Nunmehr
haben auch die großen Geldverleiher begriffen, dass
eine Einheitswährung völlig unterschiedlicher
Staaten widernatürlich ist und ganze Volkswirtschaften
ruinieren kann.
Entsprechend
werden die Zinsraten für die Staatsanleihen vieler
Euro-Staaten weiter ansteigen - bis sie schließlich
unbezahlbar werden und das seltsame Konstrukt
auseinanderbricht.
Der
Euro wird für weltweite Turbulenzen sorgen und auch die
Aktienmärkte und die Weltwirtschaft erschüttern.
Das alles hat aber wiederum nichts mit schnöden
Spekulantentum zu schaffen - es handelt sich dabei vielmehr
um einen logischen Regenerierungsprozess: Der Euro und
eigentlich die gesamte EU (in ihrer jetzigen Form) sind
wider alle Vernunft und marktwirtschaftlichen Gesetze, das
kann nun einmal auf Dauer nicht gutgehen.
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Die
derzeitigen Politiker müssen ausbaden, was die
immer noch hoch verehrten Visionäre der
Vergangenheit in ihrem Machtrausch und
Größenwahn angezettelt
haben.
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Lesen
Sie weiter:
Das
letzte Aufbäumen - der Euro vor dem Fall
Sind
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Impressum
©
Manfred J. Müller, Flensburg, April 2010
Ab
sofort im Internet-Buchhandel lieferbar:
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Dieses
Buch kennt keine Tabus: Konkret, sachlich,
ideologiefrei, unparteiisch und überparteilich
werden alle relevanten Fragen
angesprochen.
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Manfred
Julius Müller:
Raus
aus der EU
oder durchhalten bis zum
Untergang?
2.
Auflage
Trotz
aller Hiobsbotschaften wird noch immer versucht,
die Bevölkerung zu verdummen! Unbeirrt aller
Rettungsschirme und drohender Staatspleiten
heißt es: Wir profitieren ganz
besonders von der EU und dem Euro!". Verschwiegen
wird, dass seit 30 Jahren in Deutschland die
inflationsbereinigten Reallöhne und Renten
sinken, obwohl sich die Produktivität fast
verdoppelt hat.
Wie
kann Europa vorm Untergang bewahrt
werden?
Sicher nicht mit den Propagandasprüchen von
gestern!
Es geht nicht an, dass die politische Elite
starrsinnig am Endsieg der europäischen
Wahnidee festhält, ohne ernsthaft Lehren aus
der Vergangenheit zu ziehen. Eine vorurteilsfreie
Diskussion muss an die Stelle plumper
Durchhalteparolen treten.
"Raus
aus der EU", 76 Seiten,
Taschenbuch-Großformat 17x22 cm, 5,90
Euro
Weitere
Infos
Bestellung
bei www.amazon.de
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Was
macht es für einen Sinn, den wirklich
relevanten Fragen immer wieder auszuweichen und nur
auf politische Korrektheit (was immer das auch sein
mag) zu achten.
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M.
J. Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten
Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen
Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung
beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine
Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher
erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".
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