Sie
hätten das Doppelte verdient! Woran
liegt es, dass Sie kein höheres Einkommen
haben? Egal
ob Sie zu den Gering-, Normal- oder Spitzenverdienern
zählen oder Rentner sind - Ihr Einkommen müsste
eigentlich wesentlich höher sein. Dabei geht es gar
nicht um eine Ausweitung Ihrer persönlichen
Anstrengungen, es soll Ihnen keine Mehrarbeit oder
zusätzliche Qualifizierung abverlangt werden. Es geht
vielmehr um Folgendes: Sie
werden jetzt sicher sagen, dies seien doch alles
Phantastereien und nichts als hohle Worte. Aber ich meine es
ernst. Meine Behauptung lautet:
Hätte
es in den westlichen Industrienationen keinen rigorosen
Abbau der Zölle gegeben
(weltweit sind die Zollraten im Durchschnitt von 40 auf 4 %
gesunken), dann
würden alle Arbeitnehmer und Rentner in diesen Staaten
heute etwa einen doppelt so hohen Lebensstandard
haben. Das
Grundprinzip ist mit wenigen Worten erklärt:
Paradoxer
Fortschritt: Einen solchen Widerspruch hat es vor
der Globalisierung nie gegeben: Trotz kräftig
steigender Produktivität sinken in den alten
Industrieländern die inflationsbereinigten
Nettolöhne. Nach 2003 ist die Schere noch
weiter auseinandergeklafft. Normalerweise
verdoppeln sich die Realeinkommen innerhalb von 25
Jahren. Aber
warum werden dann Zollgrenzen nicht wieder
eingeführt? Sind
denn wirklich Zollanhebungen
notwendig? Aber
würde eine Abkehr von der Globalisierung nicht den
Aufstieg der Schwellen- und Entwicklungsländer
blockieren? Nur
ein kleiner Einblick Manfred
Julius Müller, 15. Mai 2008 Startseite
dieser Website www.das-kapital.eu ©
Manfred J. Müller, Flensburg
Das
kapitalistische
Ermächtigungsgesetz Die
wahren Ursachen der Bankenkrise werden
verkannt! Alles
wurde schlechter... Staatliche
Notmaßnahmen Ursachen
und Folgen der
Weltwirtschaftskrisen Aber
Deutschland lebt doch vom
Export...! Wie
verlaufen Finanzkrisen? Die
Kultivierung des Kapitals - konträr zu Karl
Marx Wie
sinnvoll ist die
Pendlerpauschale? Die
Umfinanzierung der
Pflegeversicherung! Die
unsichtbaren Grenzen des
Sozialstaats Wie
lassen sich Steueroasen
austrocknen? Sie
hätten das Doppelte
verdient! Weitere
interessante Seiten finden Sie auf www.anti-globalisierung.de,
www.kapitalismus-online.de,
www.weltwirtschaft-globalisierung.de,
www.parlamentswahlen.de
Sie würden tatsächlich heute das Doppelte
verdienen, wenn nur die Wirtschaftspolitik in der BRD seit
1970 ein wenig anders gestaltet worden wäre (bzw.
die Rahmenbedingungen nicht grundsätzlich
verändert worden wären).
Bei offenen Zollgrenzen kann das Kapital (die Konzerne) die
Arbeitnehmer und Staaten dieser Welt gegeneinander
ausspielen. Es entsteht das hinlänglich bekannte
Lohn-, Sozial-, Öko- und Steuerdumping. Mit
vernünftigen Zollgrenzen funktioniert dieses
einträgliche Erpressungssystem nicht. Denn würde
dann ein Handy- oder Waschmaschinenhersteller auf die Idee
kommen, die Produktion ins gelobte Billiglohnland
auszulagern, würde der Zoll alle Einsparbemühungen
wieder zunichte machen. Am Ende würden die
abtrünnigen Produzenten riskieren, einen wichtigen
Absatzmarkt an die Konkurrenz zu verlieren.

Seit Beginn der Globalisierung, also seit 1980, haben sich
die inflationsbereinigten Arbeitseinkommen der einzelnen
Berufssparten in Deutschland etwa um 15 % verringert, die
Renten sogar um mindestens 20 %. Und das, obwohl die
Produktivität um ca. 80 % gestiegen ist. In einem
gesunden Markt (mit angemessenen Zollgrenzen) wäre die
Produktivität sogar noch stärker gestiegen, weil
dann die allmähliche Automatisierung auch die
arbeitsintensiven Bereiche voll erfasst hätte (aber
dieser natürliche Prozess wurde durch die Auslagerung
ins Ausland weitgehend verhindert).
Von 1900
bis 1980
haben sich dagegen die inflationsbereinigten
Arbeitseinkommen mindestens
verfünffacht,
obwohl zwei verheerende Weltkriege die wirtschaftliche
Entwicklung jedesmal um mindestens 15 Jahre
zurückgeworfen haben. Und auch damals gab es schon den
demographischen Wandel, auf den heute alles abgeschoben
wird. Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden durch
die Verbesserung medizinischer Kenntnisse die Menschen
älter und sinkt die Geburtenrate.
Die Computer- und Microship-Revolution der Neuzeit
hätte eigentlich die Produktivität noch über
das normale Maß hinaus beflügeln
müssen.
Wer auf eine Aufklärung durch die Medien hofft, kann
lange warten. Denn die Presse befindet sich überwiegend
in der Hand mächtiger Gesellschaften bzw. des
Großkapitals. Und das Großkapital profitiert nun
einmal ganz eindeutig von der Globalisierung. Es wäre
blauäugig zu erwarten, dass Großverlage gegen
ihre eigenen Interessen handeln. Der Meinungsbildungsprozess
wird wesentlich bestimmt durch die Einflüsse des
Kapitals und der Konzerne, was sich dann natürlich auch
auf die Politik auswirkt.
Nein, es gibt auch andere Lösungen,
zum
Beispiel
eine allmähliche Umfinanzierung der Sozialsysteme
(Mehrwertsteuererhöhung bei gleichzeitiger Absenkung
der Sozialversicherungsbeiträge). Seit über zwei
Jahrzehnten fordere ich in meinen Schriften diesen Umbau,
die Regierung Merkel wagte trotz heftiger Medienschelte
Anfang 2007 einen ersten Schritt in diese Richtung und siehe
da: das Experiment gelang und brachte große
Erfolge.
Auch
diese Befürchtung kann ich nicht teilen. Denn wäre
der Westen doppelt so reich, dann könnte man auch
leicht und locker die Entwicklungshilfen verdoppeln und
verdreifachen. Und es ließen sich gezielte
Infrastruktur- und Aufbauprogramme für die ärmsten
Länder entwickeln.
Mit den obigen Zeilen konnte ich nur einen klitzekleinen
Einblick in die leider etwas komplexe Materie geben.
Ausführlich und zusammenfassend erklärt wird alles
in meinen neuesten und auch für Laien leicht
verständlichen Buch "Das Kapital und die
Globalisierung".
Weitere
Publikationen auf der Seite www.das-kapital.eu
Die
Grundvoraussetzung für das globale
Ausbeutungssystem.
Steckt
hinter der Bankenkrise nur grobe Fahrlässigkeit und
Spekulantentum oder geht es doch mehr um einen
verhängnisvollen Systemfehler?
Was
wurde aus dem produktiven Fortschritt der letzten 30 Jahre?
Wie haben sich die Einkommen entwickelt?
Was
tun, wenn Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung immer
weiter anwachsen?
Wie
entstehen und verlaufen Weltwirtschaftskrisen? Was
lässt sich aus den bisherigen Krisen lernen?
Der
Mythos vom "Exportweltmeister" verwirrt noch immer viele
Politiker. Was passiert, wenn die Realitäten weiterhin
verdrängt werden?
Auch
Finanzkrisen haben eine Systematik. Entstehung und Verlauf
sind weitgehend vorhersehbar.
Lässt
sich überhaupt das Kapital kultivieren?
Ist
die steuerliche Absetzbarkeit der Fahrtkosten zur
Arbeitsstelle vernünftig? Oder wird damit die
Energievergeudung und Unwirtschaftlichkeit staatlich
gefördert?
Die
Finanzierung der Pflegeversicherung über lohnbezogenen
Beiträge verteuert zusätzlich die ohnehin schon
hohen deutschen Arbeitskosten. Das darf und das muss auch
nicht sein.
Die
Belastungsgrenze des Sozialstaates ist längst
überschritten. Die Erwerbstätigen können gar
nicht mehr erwirtschaften, was Politiker im Wahlrausch so
alles versprechen. Erfolgt eine Umverteilung bis zum
Untergang?
Ist
der Staat machtlos gegenüber
Steuertricksern?
Viele
wollen es einfach nicht wahrhaben - ohne Zollabbau (also
ohne globalen Dumpingwettbewerb) wären die deutschen
Arbeitseinkommen und Renten etwa doppelt so hoch wie sie es
heute sind.
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".