Endlose Debatten um Nichts?

Streitereien um Banalitäten, parteitaktische Scharmützel und wichtigtuerische Selbstdarstellungen beherrschen die demokratischen Regierungszentren. Es ist überall das Gleiche. Man denke nur an den jahrelangen Eiertanz um den Brexit im britischen Unterhaus.

Bei all dem alltäglichen Hickhack und den verbalen Schaukämpfen scheint keine Zeit mehr, sich den wirklich relevaten Systemfragen zuzuwenden:

• Dient das globale Lohn- und Steuerdumping dem Wohl der Menschheit?
• Ist eine fanatisch betriebene Ex- und Importabhängigkeit wirklich sinnvoll?
• Ist der aufgeblähte Warentourismus umweltschonend?
• Spielt die Bevölkerungsexplosion beim Klimawandel eine untergeordnete Rolle?
• Ist es völlig normal und unbedenklich, dass das jährliche Produktivtätswachstum von 6 % in den 1960ern auf lächerliche 0,6 % zusammengeschmolzen ist?
• Braucht man sich über die Zukunft der EU keine Sorgen machen, ist die mystische "europäische Idee" dieser "Solidargemeinschaft" über jeden Zweifel erhaben?

 

"Noch nie ging es uns so gut wie heute!"
Wer so redet, hat absolut nichts verstanden. Der redet sich die Welt schön, steckt den Kopf in den Sand. Oder er denkt nur an sich, schließt von sich auf andere.

Die geballte Kompetenz der tonangebenden Wirtschaftsexperten aus Politik und Medien führte zu folgenden Ergebnissen:

Seit 1980

• sind die Reallöhne in Deutschland (und den meisten anderen Hochlohnländern) um ca. 15 % gesunken,

• sind die inflationsbereinigten Nettorenten in Deutschland um ca. 30 % abgesenkt worden,

• hat sich die Zahl der offiziellen Arbeitslosen in Deutschland trotz aller lauthals verkündeten Scheinerfolge nahezu verdreifacht,

• hat die heimliche, verdeckte Arbeitslosigkeit gigantische Ausmaße angenommen,

• sind befristete, prekäre Arbeitsplätze schon fast zum Standard geworden,

• hat sich ein ausgedehnter Niedrigstlohnsektor etabliert (bestehend aus Subunternehmern, Tagelöhnern, Scheinselbständigen, Schwarzarbeitern), in dem vor allem Zuwanderer aus Niedriglohnländern gnadenlos ausgebeutet werden (Nettolöhne zwischen drei und sechs Euro),

• hat sich das Volumen gesundheitsschädlicher und familienfeindlicher Schicht- und Nachtarbeiten verdreifacht,

• sind die Staatsschulden in vielen EU-Staaten explodiert,

• kann die Wirtschaft in der westlichen Welt offenbar nur noch über eine Billiggeldschwemme am Laufen gehalten werden.

Wer all diese Entwicklungen als Erfolge verbucht, der kann mit der praktizierten Politik und dem bisher an den Tag gelegten ökonomischen Sachverstand zufrieden sein.
Wer jedoch mit dem Resultat der seit 1980 erfolgten politischen Weichenstellung unzufrieden ist, wer sich wundert, wieso technologisch bedingter produktiver Fortschritt keine wohlstandsmehrenden Auswirkungen mehr hat, der sollte vielleicht nicht mehr blindlings den beschwichtigenden Propagandaparolen ("uns geht es doch gut, Deutschland profitiert ...") vertrauen
und sich an eine andere Sicht der Dinge heranwagen.

…NEU

Kapitalismus, Zollfreihandel, Globalisierung:
DAS KONTRABUCH
Wie funktioniert die grenzenlose Ausbeutung?
Und was müssten unbestechliche Politiker dagegen tun?

Mit mehr Verständnis für die ökonomischen und ökologischen Zusammenhänge, einer Loslösung von den Irrlehren der Kapitallobby und der Wahnidee des globalen Dumpingwettbewerbs könnten die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und notwendige Reformen eingeleitet werden. Dazu wären nicht einmal internationale Abkommen vonnöten. Jeder Staat könnte souverän handeln und sich somit aus der Zwangsjacke der einschnürenden Abhängigkeiten befreien.
Daraus entstünde weltweit ein offener Wettbewerb über das beste und umweltschonendste Staats-, Demokratie- und Wirtschaftsmodell.
Manfred Julius Müller, 100 Seiten, Format 17x22 cm … Euro 8,90

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