Die
unsichtbaren Grenzen des Sozialstaats Die
Globalisierung entsteht durch den weitgehenden Verzicht auf
Zollgrenzen - und dies wiederum sorgt für einen
gnadenlosen weltweiten Wettkampf um die niedrigsten
Produktionskosten. In
einem solch "offenen" Weltmarkt, in dem es nur noch ums
gegenseitige Unterbieten geht, stellen hohe
Sozialleistungen einen klaren Standortnachteil dar. Je mehr
Geld der Staat an Bedürftige verteilt, oder richtiger
umverteilt, desto größer die
Schwierigkeiten, genügend Arbeitsplätze und die
dringend benötigten Eliten im Lande zu
halten. Denn
ein Staat, der seine Bürger dem zollfreien Wettbewerb
ausliefert, begibt sich unweigerlich in die Kostenfalle. Die
sozialen Leistungen treiben die Arbeitskosten in die
Höhe. Das Kapital (die Investoren) beantworten diesen
Kostenschub verstärkt mit Auslagerungen, sie verlassen
und meiden das teure Land und suchen sich irgendwo in der
Welt bessere Bedingungen. Aus diesem natürlichen
Verhalten des Kapitals heraus erwächst in den
Sozialstaaten die Massenarbeitslosigkeit und
Frühverrentung, was wiederum die Sozialkosten weiter
anschwellen lässt - ein Teufelskreis. Nicht
viel anders verhält es sich mit der Flucht der
geistigen Eliten des Landes, den hochqualifizierten
Ingenieuren, Wissenschaftlern, Erfindern,
Vertriebsstrategen, Medizinern, Professoren usw. In
einem zollfreien Weltmarkt erweisen sich hohe
Sozialleistungen auf Dauer als unüberwindbare
Bürde. Besonders
grotesk - ein Sozialstaat, der offen ist für
Armutsflüchtlinge aus aller Welt Für
mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung, also
für über drei Milliarden Menschen, wäre es
ein Glückslos, in den deutschen Sozialstaat
unterschlüpfen zu dürfen. Denn hier erhalten sie
mit Hartz
IV, Kindergeld, Wohngeld und anderen Sozialtransfers
fürs Nichtstun ein
Vielfaches
von dem, was sie in ihrem armen Heimatland in
Doppelschichten je erarbeiten könnten. Gebietet
nicht schon unsere Christenpflicht, diesen Hilfesuchenden
beizustehen und sie in unserer Gesellschaft mit offenen
Armen zu empfangen? Ist es da nicht kleinlich, Asylanten in
einem langjährigen Ermittlungsverfahren zu
überprüfen, und ist es nicht unmenschlich,
über 90 % von ihnen nach vielen Jahren des kostenfreien
Gastaufenthalts wieder abschieben zu wollen, nur weil sie
eine politische Verfolgung im Herkunftsland
vorgetäuscht haben? Und ist nicht schon das Wort
Asylant schäbig und gemein, sollte man nicht lieber
ehrerbietig "Asylbewerber" sagen? Desweiteren
gibt es überall in der Welt Unfreiheit, Krisenherde und
Bürgerkriege. Ist nicht ein Hochlohnland verpflichtet,
diese Gebeutelten aus Nahost, Afghanistan, dem Irak oder
Afrika freundlich aufzunehmen und ihnen hier ein
unbeschwertes, arbeitsfreies Leben zu ermöglichen?
Haben wir Deutschen nach der Nazdiktatur nicht
eine
ewige Schuld zu begleichen? Sorgt
die EU für Völkerwanderungen? Denn
natürlich wirkt ein zentral gelegenes Land mit einem
vergleichsweise sehr hohen Sozialniveau gerade
für schlecht ausgebildete EU-Bürger aus anderen
Staaten wie ein Magnet. Nach
meinem Empfinden ist die Zuzugsfreiheit innerhalb der EU der
reinste Wahnsinn - vor allem, weil die Lebensstandards in
vielen Staaten noch viel zu gering und die sozialen
Leistungen zu unterschiedlich sind. Welchen
armen, schlecht ausgebildeten Osteuropäern kann man
verdenken, wenn sie ihr Heil im gelobten Land, der BRD, zu
finden suchen? Zumal ihr eigenes Heimatland kaum etwas
für sie übrig hat, weil es mit extrem niedrigen
Unternehmenssteuern ausländische Investoren anzulocken
versucht. Und
so läuft in einer grenzenlosen EU alles arg einseitig:
die Investoren ziehts in den billigen Osten, die arme
Unterschicht dieser Länder in den Westen der
EU. "Aber
der Ausgleich ist doch
gewollt" Und
was geschieht mit den ehemals reichen EU-Staaten, wenn
sie weitestgehend ausgeblutet sind, wenn also die Eliten
und das Kapital abgewandert sind, die schlecht ausgebildeten
oder sozial Schwachen aber dort millionenfach ihre neue
Heimat gefunden haben? Man
wird nicht umhin können, die Mittelschicht und
Besserverdiener noch stärker zur Kasse zu bitten,
was wiederum die Auswanderung dieser Bevölkerungskreise
vorantreibt. Wenn dann die Zahl der Steuerzahler mehr und
mehr zur Minderheit schrumpft, wird man vielleicht einsehen,
dass dieser soziale Verschiebebahnhof nicht funktioniert,
nicht funktionieren kann. "Aber
Deutschland profitiert doch von der
EU..." Wenn
es denn so wäre! Aber wenn in Deutschland nun trotz
immer besserer Produktivität die inflationsbereinigten
Nettolöhne in den einzelnen Berufssparten und die
Renten stetig sinken, kann von einem Profitieren durch die
EU wohl kaum die Rede sein. Das
gleiche gilt für den vermeintlichen
Handelsüberschuss - was nützt das alles, wenn am
Ende immer weniger dabei herauskommt? Im übrigen
bezweifle ich die Zahlen im höchsten Maße
(näheres dazu unter "Exportweltmeister"). Aber
das Beispiel China zeigt schon jetzt, dass es so auf Dauer
nicht läuft. China wird zunehmend selbst zur
Ideenschmiede, bildet jährlich zehnmal mehr Ingenieure
und Wissenschaftler aus als Deutschland. Langfristig
wird sich eine Abkoppelung der Produktion von der
Produktentwicklung (so wie die deutsche Politik sich das
vielleicht erträumt hat) nicht durchsetzen. Wo
produziert wird, wird auch geforscht. Lagert man die
Produktion ins Billigausland aus, werden die
Forschungsabteilungen in den meisten Fällen irgendwann
folgen. Sonderabkommen
mit anderen Staaten Erst
langsam wird eingestanden, dass die Integration oft nicht
klappt Allzuoft
waren diese Bemühungen nicht vom Erfolg gekrönt,
weder mochten sich die Immigranten mit ihrer Wahlheimat
anfreunden, noch konnte eine Arbeit gefunden werden. Indes
setzte man alle Hoffnungen auf die nachfolgende Generation,
aber auch diese Erwartungen blieben häufig
unerfüllt. Ein großer Anteil der
Immigrantenkinder schafft gerade einmal einen
Hauptschulabschluss und damit bleibt ihnen leider der Zugang
zum deutschen Arbeitsmarkt weitgehend versperrt (den
deutschen Hauptschülern geht es da kaum
besser). Nun
gibt es glücklicherweise auch viele Erfolgsgeschichten
und Immigrantenkinder, die einen beachtlichen
Studienabschluss hingelegt haben. Aber auch bei dieser Elite
zeigt sich dann wieder ein Dilemma - etwa 40 % der
türkischen Jungakademiker zieht es zurück in die
alte Heimat ihrer Eltern, vor allem weil ihnen hier das
Heimatgefühl fehlt (obwohl sie in Deutschland
aufwuchsen). Bei den von Hartz IV lebenden Migranten ist
dieser Trend nicht festzustellen, sie bleiben in
Deutschland, auch wenn sie sich hier nicht besonders wohl
fühlen. Darf
man die Dinge beim Namen nennen ohne gleich als
ausländerfeindlich beschimpft zu werden? Eine
Vogel-Strauß-Politik führt zur Verschärfung
der Lage, die Probleme stauen sich auf. Wer den Ernst der
Lage bemäntelt, macht sich zum Gehilfen der
rechtsradikalen Szene, die nur darauf wartet, dass
irgendwann der stille Unmut der Bürger sich in einer
Eskalation entlädt. Ich halte es für verkehrt, das
Tabuthema Immigration allein den Neonazis zu
überlassen. Auch
in Deutschland fällt das Geld nicht vom Himmel! Die
gängige Schutzbehauptung, man könne sich das
Geld
von den Konzernen oder Millionären
holen,
ist nicht mehr als ein Hirngespinst. In einem offenen
(zollfreien) Weltmarkt funktioniert diese bequeme Abzocke
nicht, denn wer zuviel abgemolken wird, der geht einfach in
eines der vielen Steuerparadiese. Es gibt so unheimlich
viele Staaten, die auf solche Geldleute nur warten und mit
günstigen Konditionen anlocken. Außerdem
gibt es noch das Gebot der Gerechtigkeit gegenüber
anderen Hilfsbedürftigen. Ein in das deutsche
Sozialsystem untergeschlüpftes Rentnerehepaar kann gut
und gerne dem deutschen Steuerzahler insgesamt 500.000 Euro
an Kosten verursachen. Was
ist zu tun? Wir
können uns eine humane Einwanderungspolitik nur noch
leisten, wenn wir uns dem globalen Dumpingwettbewerb
entziehen (also die heimische Wirtschaft durch Zölle
oder höhere Mehrwertsteuern
schützen). Brutaler
weltweiter Unterbietungswettbewerb und gleichzeitig eine
teure Immigrationspolitik, das kann nie und nimmer
hinhauen. Zum einen nicht, weil der Staat ansonsten in
die Kostenfalle gerät, zum anderen nicht, weil
Einwanderer nur dann richtig integriert werden können,
wenn sie hier auch eine anständige und gut bezahlte
Arbeit finden. Und das wiederum ist nur möglich, wenn
die Industrie durch eine Verlagerung ins Ausland keine
Kostenvorteile mehr genießt (Erklärung). Weigert
sich unser Hochlohnland, den notwendigen Schutz der
Wirtschaft in Angriff zu nehmen, dann muss es wohl oder
übel auf die Kostenbremse treten und die Zuwanderung in
die deutschen Sozialsysteme bremsen. Sie muss dann zum
Beispiel die Zuzugsfreiheit aus anderen EU-Staaten
einschränken oder aber die Sozialhilfen für
Nichtdeutsche drastisch kürzen (wenn zum Beispiel
zuzugswillige 59jährige Osteuropäer wissen, dass
ihre Rente in Deutschland nicht höher ausfallen wird
als im Heimatland, entwickelt sich gar nicht erst der Wunsch
einer Umsiedlung). Ich
bitte um Ihre Mithilfe! Deshalb
bitte ich um Ihre Mithilfe. Sollte ihnen etwas bitter
aufstoßen, teilen Sie es mir doch bitte per Email
kurz mit (m.mueller@iworld.de). Vielleicht gelingt es
mir, die entsprechende Textpassage dann zu verbessern.
Über positive Äußerungen bin ich aber auch
nicht böse. Ich
danke für Ihr Verständnis! Manfred
Julius Müller Kommentar
zu diesem Artikel (Nr. 802) abgeben? Weiterführende
Artikel: Wer
oder was ist soziale
Gerechtigkeit? Startseite
www.das-kapital.eu
Die
wahren Ursachen der Bankenkrise werden
verkannt! Alles
wurde schlechter... Staatliche
Notmaßnahmen Ursachen
und Folgen der
Weltwirtschaftskrisen Aber
Deutschland lebt doch vom
Export...! Wie
verlaufen Finanzkrisen? Die
Kultivierung des Kapitals - konträr zu Karl
Marx Wie
sinnvoll ist die
Pendlerpauschale? Die
Umfinanzierung der
Pflegeversicherung! Die
unsichtbaren Grenzen des
Sozialstaats Wie
lassen sich Steueroasen
austrocknen? Sie
hätten das Doppelte
verdient! Weitere
interessante Seiten finden Sie auf www.anti-globalisierung.de,
www.kapitalismus-online.de,
www.weltwirtschaft-globalisierung.de,
www.parlamentswahlen.de
Sozialstaat
und Globalisierung - das passt nicht
zusammen!
Die Eliten müssen als Besserverdiener schließlich
für einen Großteil der Sozialkosten aufkommen,
was ihre Nettobezüge im weltweiten Vergleich recht
unattraktiv erscheinen lässt. Also kommt es gerade in
diesem Bereich zu Abwanderungen, zumal auch noch die
Aufstiegschancen und die Zukunftsperspektiven für die
eigenen Kinder in anderen Ländern vielversprechender
erscheinen.
Ich plädiere hier keineswegs für einen weiteren
Sozialabbau, sondern werbe für die Einsicht, dass
ein
Sozialstaat sich zollfreie Grenzen, also den knallharten
Kostenwettbewerb, nicht ewig wird leisten
können
(es sei denn, er akzeptiert seinen allmählichen
Niedergang und fügt sich seinem vermeintlichen
Schicksal).
Aber
Asylanten und Kriegsflüchtlinge sind schließlich
nur ein kleiner Teil eines größeren
Kostenproblems, der sich in einem offenen Markt zunehmend
als Handicap entpuppt. Auch die durch die EU-Gesetzgebung
geschaffene Zuzugsfreiheit schafft gewaltige
Probleme.
Geht es ihnen hier doch eindeutig besser, ob mit oder ohne
Arbeit. Hier fließen hohe Kindergelder,
Ausbildungsförderungen, Wohngelder, hier gibt's eine
ordentliche Krankenversorgung und es winkt eine (im
Vergleich zum Heimatland) hohe Altersrente (auch wenn man
hier so gut wie nichts an Beitragszahlungen geleistet
hat).
Über alles Mögliche werden Statistiken
aufgestellt, aber ich habe noch nie Zahlen gefunden, welche
den Kostenaufwand für die immigrierte Armut erfassen.
Nun sagen viele EU-Befürworter, dass dieser Austausch
gewollt sei, es soll sich doch schließlich in ganz
Europa ein einheitliches Wohlstandsniveau entwickeln.
Aber muss dann tatsächlich alles so einseitig auf
Kosten des Westens ablaufen?
Nun gibt es ja immer Leute, die die ganze Wahrheit nicht
sehen wollen, die EU-Kritiker gar nicht erst ausreden lassen
und sofort mit scheinbar positiven Gegenargumenten
aufmarschieren. Sehr beliebt sind hierbei die
Standardformeln "Deutschland profitiert insgesamt von der
EU", "Deutschland hat einen Handelsüberschuss
gegenüber den EU-Staaten" und "die östlichen
Billiglohnländer mausern sich zu wichtigen Zulieferern
der deutschen Industrie".
Bleibt noch der angebliche Vorteil der günstigen
Zulieferungen für unsere Industrie. Auch China hat man
einst zur deutschen Werkbank degradieren wollen. Deutschland
als Ideenschmiede lässt andere Völker für
sich arbeiten, so die abgehobene Vorstellung, mit der die
Bevölkerung immerzu besänftigt wurde.
Der
lieben Ordnung halber sei angemerkt, dass das deutsche
Sozialsystem nicht nur durch die EU, Kriegsflüchtlinge
und Asylanten, sondern auch noch durch
Armutsflüchtlinge aus anderen Ländern unterwandert
wird. Auch aus der Türkei kamen hauptsächlich
diejenigen, denen es im eigenen Land wirtschaftlich
miserabel ging. Für sie, die schon im Heimatland kaum
eine vernünftige Arbeit fanden, konnte natürlich
auch das deutsche Hochtechnologieland nicht ausreichend Jobs
bieten, zumal die einfacheren Tätigkeiten im Zuge der
Globalisierung und EU weitgehend in Billiglohnländer
ausgelagert wurden und dadurch sich eine hohe
Sockelarbeitslosigkeit herausgebildet hatte.
Mit hohem finanziellen Aufwand wurde versucht, die
Ausländer aus fremden Kulturkreisen zu integrieren,
ihnen die deutsche Sprache näher zu bringen und einer
vernünftigen Arbeit zuzuführen.
Nach
meinem Empfinden sind diejenigen ausländerfeindlich,
die Probleme verdrängen. Denn aufgeschoben ist nicht
aufgehoben. Fehlentwicklungen werden nicht dadurch behoben,
indem man sie einfach ignoriert oder leugnet.
Dass
man notleidenden Menschen hilft, ist selbstverständlich
und ein Gebot der Nächstenliebe. Manchen Gutmenschen
fällt aber die Einsicht schwer, dass auch die
Möglichkeiten unseres reichen Wohlstandslandes
beschränkt sind.
Auch bei uns fällt das Geld nicht vom Himmel, wir
müssen die hohen Kosten, die Wirtschaftsasylanten und
andere Wohlstandsflüchtlinge verursachen, anderen
Menschen abverlangen, wir müssen wieder einmal
umverteilen.
Mit dem gleichen Geldaufwand könnten in den
Armutsregionen dieser Welt vielleicht 1000 Menschen vorm
Verhungern oder todbringenden Krankheiten gerettet
werden.
Welche Hilfe ist denn nun wirklich notwendiger und
humaner?
Zunächst einmal scheint mir folgendes
Eingeständnis notwendig:
Ich
habe versucht, ein heikles Tabu offen und unvoreingenommen
anzugehen. Bei einem solch gefühlsbeladenem Thema sind
aber Verärgerungen und Meinungsverschiedenheiten auf
allen Seiten vorprogrammiert. Zudem kann es durchaus sein,
dass ich in einem Absatz etwas Unüberlegtes geschrieben
habe. Nobody is perfect!
Kinderarmut
- wieviel Luxus braucht der junge
Mensch?
Höhere
Vermögenssteuern - das ewige
Patenrezept.
Pro
und contra Sparprogramm: Ein akzeptables Sparprogramm
für Deutschland?
Weitere
Publikationen auf der Seite www.das-kapital.eu
Steckt
hinter der Bankenkrise nur grobe Fahrlässigkeit und
Spekulantentum oder geht es doch mehr um einen
verhängnisvollen Systemfehler?
Was
wurde aus dem produktiven Fortschritt der letzten 30 Jahre?
Wie haben sich die Einkommen entwickelt?
Was
tun, wenn Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung immer
weiter anwachsen?
Wie
entstehen und verlaufen Weltwirtschaftskrisen? Was
lässt sich aus den bisherigen Krisen lernen?
Der
Mythos vom "Exportweltmeister" verwirrt noch immer viele
Politiker. Was passiert, wenn die Realitäten weiterhin
verdrängt werden?
Auch
Finanzkrisen haben eine Systematik. Entstehung und Verlauf
sind weitgehend vorhersehbar.
Lässt
sich überhaupt das Kapital kultivieren?
Ist
die steuerliche Absetzbarkeit der Fahrtkosten zur
Arbeitsstelle vernünftig? Oder wird damit die
Energievergeudung und Unwirtschaftlichkeit staatlich
gefördert?
Die
Finanzierung der Pflegeversicherung über lohnbezogenen
Beiträge verteuert zusätzlich die ohnehin schon
hohen deutschen Arbeitskosten. Das darf und das muss auch
nicht sein.
Die
Belastungsgrenze des Sozialstaates ist längst
überschritten. Die Erwerbstätigen können gar
nicht mehr erwirtschaften, was Politiker im Wahlrausch so
alles versprechen. Erfolgt eine Umverteilung bis zum
Untergang?
Ist
der Staat machtlos gegenüber
Steuertricksern?
Viele
wollen es einfach nicht wahrhaben - ohne Zollabbau (also
ohne globalen Dumpingwettbewerb) wären die deutschen
Arbeitseinkommen und Renten etwa doppelt so hoch wie sie es
heute sind.
Manfred
Julius Müller
analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche
Zusammenhänge und veröffentlichte unzählige
Aufsätze zu den verschiedensten Themen. Er entwickelte
neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in
wichtigen Bereichen bereits die Gesetzgebung beeinflussten.
Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a.
"Das
Kapital und die
Globalisierung".