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Die wahren Ursachen der Bankenkrise werden noch verkannt!
Offensichtlich
werden die wahren Ursachen der Bankenkrise immer noch
verkannt. Man redet heute viel von der Raffgier der
Spekulanten und den waghalsigen undurchschaubaren
Finanzprodukten, man hat begriffen, dass der eskalierte
Liberalismus und der Abbau von Regulierungen im Rausch der
Globalisierungsideologie ein Fehler war und zeigt, nachdem
der Crash immer weitere Bahnen zieht, endlich ein wenig
Einsicht.
Ursache
der Finanz- und Bankenkrise ist die vertrackte
Globalisierungs-Ideologie! Wer arbeitet noch billiger? Wo sind die Steuern und Umweltauflagen günstiger? Welche Region bietet noch höhere Subventionen? Und alles nur, um das profitsüchtige Kapital gnädig zu stimmen, um Investitionskapital und damit Arbeitsplätze zu halten oder anzulocken. Wir nennen diesen weltweiten Dumpingwettbewerb, ausgelöst durch den Zollabbau, heute beschönigend "Globalisierung" und tun so, als handele es sich dabei um die natürlichste Sache der Welt, die sich ganz von allein ergeben hat. Dabei war es die von der Kapitallobby unterwanderte Politik, die stillschweigend ohne öffentliche Diskussion diesen schwerwiegenden Globalisierungsprozess eingeleitet hat (durch den Abbau der Zölle).
Die
Globalisierung (der Zollabbau) ist verantwortlich für
die Massenarbeitslosigkeit! Auch in Deutschland wurde und wird mit Erfolg massive Bilanzkosmetik betrieben - indem man zum Beispiel Millionen von Arbeitslosen in die Frührente schickt (die hohe Zahl von 20 Millionen Rentnern wird trickreich als demografisches Problem verkauft), indem man Jugendliche ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz zu zusätzlichen Schuljahren animiert, indem man Arbeitslose in oft sinnlose ABM-Maßnahmen steckt, indem man Ein-Euro-Jobs ersann, indem verzweifelte Langzeitarbeitslose über marktverzerrende Subventionen in die Selbständigkeit gedrängt werden (die ihnen am Ende häufig nur einen hohen Schuldenberg bescheren), indem schlechtbezahlte Leiharbeit unterstützt wird, indem Mini-Jobs subventioniert werden, indem die Praktikanten-Ausbeutung immer weiter ausgedehnt wurde, indem die Altersteilzeit eingeführt wurde und so weiter und so fort. Hätte man dieses exzessive Täuschungsmanöver unterlassen, hätte man offen und ehrlich das ganze Ausmaß der Katastrophe dargestellt - dann wäre die zollfreie EU- und Globalisierungspolitik vermutlich schon vor 20 Jahren politisch nicht mehr haltbar gewesen!
Die
Globalisierung (der Zollabbau) ist ebenfalls verantwortlich
für die Renten und Reallohnsenkungen!
Der
eigentliche Auslöser für die Bankenkrise ist die
Globalisierung der Realwirtschaft! Besonders die USA hatten sich mehr und mehr zur Basarökonomie entwickelt. Auch dort sanken die Arbeitseinkommen wegen der andauernden Ausgliederung wichtiger Produktionsstätten. Die USA mutierten zur Dienstleistungsgesellschaft und waren auch noch stolz darauf - die Herstellung der gierig nachgefragten Konsumartikel wurde zu immer größeren Teilen in den asiatischen Raum verlagert. Dass diese Taktik auf Dauer nicht aufgeht, veranschaulicht jetzt die Bankenkrise. Zwar stimmt es, dass die leichtsinnige Hypothekenvergabe und die Immobilienblase letztlich Auslöser für Bankenkrise waren - das Fundament für die fatale Fehlentwicklung lieferte aber der globale Dumpingwettbewerb, der keinen realen Wohlstandszuwachs für die breite Bevölkerung mehr zuließ. Denn wäre die USA eine intakte Volkswirtschaft gewesen und hätten die amerikanischen Häuslebauer natürlich wachsende Einkommen gehabt, dann wären die fragwürdigen Konjunkturspritzen durch anormal niedrige Zinsen (die die Immobilienblase entstehen ließen) gar nicht notwendig gewesen und außerdem hätte der Durchschnittsamerikaner seinen Hypothekenverpflichtungen bei besseren Reallöhnen auch leichter nachkommen können.
Ohne
verklärende Globalisierungs-Ideologie hätte es die
Bankenkrise nicht gegeben! Damals
galt alles, was den Abbau von Vorschriften und Regulierungen
betraf, als todchic, der Liberalismus wurde enthusiastisch
als Heilsbringer gefeiert.
Ohne
die Rückbesinnung auf intakte Binnenmärkte (ohne
die Abkehr vom globalen Dumpingsystem) bleibt die Behebung
der Bankenkrise nur notdürftige
Flickschusterei! Deshalb muss endlich auch über eine Renaissance der Zollgrenzen nachgedacht werden. Es kann nicht funktionieren, wenn die alten Industriestaaten einen Produktionsbereich nach dem anderen an die aufstrebenden Schwellenländer verlieren (mit diesem Niedergang wäre auch den Schwellenländer nicht gedient). Die internationale Arbeitsteilung ist ein Hirngespinst, Produktion und Produktionsentwicklung lassen sich langfristig nicht trennen. Die Vorstellung, die alten Industriestaaten seien als "Herrenrasse" prädestiniert für Entwicklung und Forschung, während man den asiatischen Schwellenländer die Rolle der Fertigung bzw. der "Werkbank" zuweist, ist ebenso abgehoben wie geschmacklos.
Nach
Behebung der aktuellen Bankenkrise muss endlich über
die globale Wirtschaft neu nachgedacht werden! Man
wird einsehen müssen, dass der
hochgelobte
Subventions-Protektionismus
wesentlich schlechter funktioniert als der zurzeit
verteufelte Zoll-Protektionismus.
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© Manfred J. Müller, Flensburg
Das
Standardwerk (DAS KAPITAL, Band
1): DAS
KAPITAL, Band 2: Was
macht es für einen Sinn, den wirklich
relevanten Fragen immer wieder auszuweichen und nur
auf politische Korrektheit (was immer das auch sein
mag) zu achten? Manfred Julius Müller analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a. die Trilogie "DAS KAPITAL". |
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