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Alle
hehren Versprechen bezüglich der EZB und des Euro sind
dahin...
Fortsetzung
des Artikels:
Das
letzte Aufbäumen - der Euro vor dem Fall
Nicht
nur die Sparer sind die Betrogenen!
Die
Einmischung der Zentralbanken macht nicht nur alle Sparer
weltweit zu Verlierern. Letztlich leidet die gesamte
Menschheit unter der Aushebelung natürlicher
Marktprozesse. Aktienbörsen, Rohstoffe,
Edelmetalle, Immobilien usw. werden durch die
widernatürlich niedrigen Guthabenzinsen in absurde
Höhen gepuscht, viele Investoren zu riskanten
Geschäften verleitet oder in schwer durchschaubare
Hedgefonds gedrängt.
Irgendwann
brechen diese aufgeblähten Märkte in sich zusammen
- dann kommen urplötzlich auch alle, die den
rechtzeitigen Absprung verpasst haben, in arge
Bedrängnis. Durch diese massive Vernichtung
vermeintlicher Vermögenswerte gerät die Finanzwelt
und die Weltwirtschaft ins Trudeln wenn nicht gar
außer Kontrolle, was schließlich auch die
mittleren und unteren Bevölkerungsschichten zu
spüren bekommen.
Künstlicher
Markt und künstliche Gegenkräfte
Normalerweise
würde die zunehmende Staatsverschuldung und die durch
die Zentralbanken ausgelöste Billiggeldschwemme die
Inflation anheizen. Dass dieser natürliche Ablauf in
den letzten 18 Monaten ausblieb, kann nur durch die Folgen
der schweren Weltwirtschaftskrise erklärt werden (die
deflationäre Kräfte freisetzte).
Auf
Dauer werden sich die beiden Gegensätze jedoch nicht
ausgleichen, auch weil den Staaten die Puste für neue
Konjunkturprogramme ausgeht. Wenn der Aufkauf der
Staatsanleihen durch die jeweiligen Zentralbanken
überhand nimmt oder allmählich sich in das
Bewusstsein der Geldanleger manifestiert, wird das Vertrauen
in die Finanzmärkte weiter schwinden.
Die
Folgen der daraus resultierenden Krise sind schwer absehbar.
In Europa kommt es vielleicht zum Zusammenbruch des Euro und
der EU, weltweit zu Sparzwängen wie jetzt in
Griechenland. Auch das Szenario einer Hyperinflation ist
nicht auszuschliessen (wie in Deutschland Anfang der 1920er
Jahre).
Wobei,
was den Ablauf betrifft, historische Erfahrungen jedoch
wenig zählen, weil die Dimensionen heute ganz andere
und die Verflechtungen viel weitreichender und komplizierter
sind (eine Hyperinflation begrenzte sich bislang auf
einzelne Staaten - was aber, wenn sie die halbe oder ganze
Welt erfasst?).
Offenheit
und Ehrlichkeit ist immer noch die beste
Grundlage
Wer
einen gesunden, humanen Kapitalismus möchte, der darf
die heilenden Kräfte der Marktwirtschaft nicht
ständig aushebeln.
Eine
echte
(soziale) Marktwirtschaft kann sich nur in einem gesunden
Binnenmarkt
(mit
gleichen wirtchaftlichen Bedingungen) entwickeln. Eine
Globalisierung (Abbau der Zölle), die unerbittlich zum
globalen Dumpingwettbewerb ausartet, in der
Stundenlöhne von 50 Cent und 20 Euro unvermindert
aufeinanderprallen, kann nie und nimmer
funktionieren.
Ebenso
können die staatlichen Notlösungen, die ewigen
marktverzerrenden Flickschustereien, keine heilenden
Wirkungen entfachen, sondern bestenfalls den Zusammenbruch
hinauszögern (wobei der Reformstau leider immer
größer und gefährlicher wird).
Künstlich
geschaffenes Geld, von den Zentralbanken billigst an
Geschäftsbanken und Staaten verliehen, vereiteln
letztlich alle natürlichen Genesungsprozesse und
entpuppen sich als gefährliche Droge, die die Welt in
Atem hält.
Könnte
Deutschland aus dem Euro wieder aussteigen?
Natürlich
könnte Deutschland, wenn es das vorgeschriebenen
Prozedere einhält, aus dem Euro-Verbund aussteigen und
seine DM wieder einführen. Aber wie würden die
Märkte und die anderen Euro-Staaten auf einen solchen
Alleingang reagieren? "Die Ratten verlassen das sinkende
Schiff" würde es dann sicher heißen.
Deutschland
wäre wieder einmal über Jahrzehnte geächtet
und isoliert, seine Waren im Ausland schwerer absetzbar
(obwohl das vielleicht ganz nützlich wäre,
würde es sich doch endlich von
der
für
Verblendung sorgenden
Exportabhängigkeit
lösen).
Auch die Reaktion der Aktien- und Finanzmärkte
wäre vermutlich verheerend - wahrscheinlich würde
im Anschluss die Gemeinschaftswährung wenn nicht gar
die EU ganz auseinanderbrechen.
Diese
voraussehbaren Abläufe lassen erkennen, dass das
verbriefte Austrittsrecht zumindest für die
Euro-Schlüsselländer kaum etwas wert ist.
Das
Beste wäre der kontrollierte
Rückzug...
Deshalb
wäre, um aus der Euro-Falle wieder herauszukommen,
meines Erachtens eine allgemeine, langfristig
geplante Euro-Auflösung noch die beste aller
Möglichkeiten. Würden die Euro-Staaten gemeinsam
die Wiedereinführung der alten nationalen
Währungen beschließen und zeitig einen geregelten
Ausstieg aus dem Euro planen, käme man vermutlich mit
einem blauen Augen davon.
Die
Finanzmärkte würden bei einem solch behutsamen
Wechsel nicht in Panik geraten - die Rückabwicklung
wäre kaum aufregender und teurer als gut zehn Jahre
zuvor die Einführung des Euro. Aber leider scheint
dieses Szenario der Vernunft eher unwahrscheinlich, es fehlt
die Kraft und die Courage, gemachte Fehler einzugestehen.
Also wird der unbarmherzige Finanzmarkt es richten
müssen ...
PS:
Bei diesem Text handelt es sich um meine persönliche
Einschätzung der Lage, die ich nach bestem Wissen und
Gewissen erarbeitet habe. Eine Garantie für dessen
Richtigkeit gibt es nicht.
Aber das ist ja auch gerade das große Problem unserer
Zeit: Die finanzpolitischen und wirtschaftlichen
Zusammenhänge der globalen Markte sind selbst für
Experten nahezu unfassbar und unkontrollierbar geworden. Mit
jedem Tag ändern sich wieder einige Parameter (oft im
Verborgenen) und niemand weiß im voraus, in welcher
Form die Politik am nächsten Tag eingreift und damit
neue Voraussetzungen schafft.
Sind
Sie der gleichen oder ganz anderer Meinung? Kommentar
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Weiterführende
Artikel:
Staatliche
Notmaßnahmen
Was
tun, wenn Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung immer
weiter anwachsen?
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Impressum
©
Manfred J. Müller, Flensburg, April 2010
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Buch kennt keine Tabus: Konkret, sachlich,
ideologiefrei, unparteiisch und überparteilich
werden alle relevanten Fragen
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Manfred
Julius Müller:
Raus
aus der EU
oder durchhalten bis zum
Untergang?
2.
Auflage
Trotz
aller Hiobsbotschaften wird noch immer versucht,
die Bevölkerung zu verdummen! Unbeirrt aller
Rettungsschirme und drohender Staatspleiten
heißt es: Wir profitieren ganz
besonders von der EU und dem Euro!". Verschwiegen
wird, dass seit 30 Jahren in Deutschland die
inflationsbereinigten Reallöhne und Renten
sinken, obwohl sich die Produktivität fast
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kann Europa vorm Untergang bewahrt
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Sicher nicht mit den Propagandasprüchen von
gestern!
Es geht nicht an, dass die politische Elite
starrsinnig am Endsieg der europäischen
Wahnidee festhält, ohne ernsthaft Lehren aus
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Diskussion muss an die Stelle plumper
Durchhalteparolen treten.
"Raus
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Was
macht es für einen Sinn, den wirklich
relevanten Fragen immer wieder auszuweichen und nur
auf politische Korrektheit (was immer das auch sein
mag) zu achten.
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M.
J. Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten
Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen
Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung
beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine
Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher
erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".
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