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Fortsetzung
des Artikels:
Staatliche
Notmaßnahmen
Staatsdefizit
- wo könnte der Staat sparen?
1.
Subventionsabbau in der Landwirtschaft!
Die
staatliche Subventionierung der Landwirtschaft verschlingt
jährlich zigmilliarden Euro. Hier könnte der Staat
massiv einsparen. Der Mensch muss nun einmal essen, insofern
besteht überhaupt kein Grund, diesen Bereich so
maßlos zu bezuschussen.
Was
natürlich ganz wichtig ist: Der Landwirt muss sein
gutes Einkommen haben und auch sein Kapitaleinsatz (sein
Anlagevermögen: Hof, Felder, Maschinenpark) sollte eine
vernünftige Rendite
abwerfen.
Um
dieses Ziel zu erreichen bedarf es keiner Subventionen - die
Erzeugerpreise müssen stimmen.
Der Staat muss also Garantiepreise vorschreiben, die die
Großabnehmer (z. B. die Molkereien,
Schlachthäuser) zahlen müssen.
Ausländische
Ware dürfte von Großabnehmern erst angekauft
werden, wenn heimische Ware nicht ausreichend zur
Verfügung stände. Beim
Liter
Milch
bekäme der Bauer dann einen Garantiepreis von etwa 36
Cent (die Preise müssten einmal im Jahr von einer
neutralen Behörde festgelegt werden).
Eine
Milchschwemme könnte auf vielerlei Art verhindert
werden. Eine Möglichkeit: Bei einer Überproduktion
erhält der Landwirt im folgenden Jahr nur für 95
Prozent seiner Quote den vollen Garantiepreis, für
Übermengen gibt es nur die Hälfte. Durch diese
variable Quotierung (die nach beiden Seiten offen ist)
können Markt- und Ernteschwankungen ausgeglichen und
der Markt nachhaltig reguliert werden.
Mittelfristig
ist damit zu rechnen, dass die Überproduktionen global
abnehmen werden (wegen des Bevölkerungswachstums, vor
allem aber wegen Zunahme der Biogasanlagen).
Durch
den Subventionsabbau in der Landwirtschaft spart der Staat
also eine Menge Geld, die natürlichen Marktkräfte
kommen wieder zum Vorschein, der Landwirt hat sein
garantiertes Einkommen, die Agrarflächen bleiben
weitgehend im Besitz der Bauern (die Bodenspekulanten haben
das Nachsehen), der teure EU-Bürokratenapparat wird
entlastet (Renationalisierung der Landwirtschaft) und die
reichen Staaten schnappen nicht den hungernden
Entwicklungsländern die billigen Nahrungsmittel
weg.
Zwar
werden im Gegenzug die Nahrungsmittel teurer (entsprechend
ihrem echten Wert), aber diese Teuerung fließt in die
allgemeine Inflationsrate ein (wird also bei
Tarifverhandlungen und Rentenanpassungen
berücksichtigt). Außerdem kommt es
zwangsläufig zu den erwähnten Entlastungen an
anderer Stelle (Einsparung von Steuergeldern wegen Wegfall
der Subventionen).
2.
Arbeit muss sich lohnen
Ich
weiß, dass ich mich mit den folgenden Zeilen bei
vielen Leuten sehr unbeliebt mache. Trotzdem muss es
ausgesprochen werden: Der Staat kann sich in Zeiten der Not
nicht mehr erlauben, vollkommen von der Sozialhilfe
abhängige Familien
besser
zu stellen als
Arbeitnehmerhaushalte
mit
geringem oder mittlerem Einkommen.
Aufgabe
des Staates muss es sein, die vielen staatlichen Hilfen und
Fördertöpfe zusammenzufassen und mehr Transparenz
zu schaffen, damit ein ehrlicher Vergleich mit den
Erwerbstätigen möglich ist. Ständig auf den
Wahlkampf fixierten Politikern fällt es sicher schwer,
auf populistische Parolen ("mehr Geld für
Hartz-IV-Familien") zu
verzichten.
Mehr
zu dieser Problematik...
3.
Kürzung der Hartz-IV-Bezüge für
Ausländerfamilien
Viele
Hartz-IV-Familien stehen sich finanziell besser als
entsprechende Doppelverdienerhaushalte. Dies kann besonders
bei Armutsflüchtlingen aus dem Ausland zu falschen
Anreizen führen. Warum soll der deutsche Steuerzahler
ausländischen Familien einen Gratisurlaub auf
Lebenszeit finanzieren (das machen doch nicht einmal die
typischen Einwanderungsländer USA und
Kanada).
4.
Höhere Ökosteuern...
Deutschland
ist extrem abhängig von ausländischen
Energierohstoffen. Zwar hat die Bundesregierung viel getan,
um alternative Energien zu fördern, aber das geschah
hauptsächlich über Subventionen (Förderungen
und Garantiepreise), die nun einmal viel Geld kosten und
grundsätzlich zu gefährlichen
Fehlsteuerungen führen können.
Was
liegt also näher, als den Spieß umzudrehen:
Anstatt viel Geld für Subventionen auszugeben sollten
lieber die Steuern auf fossile Energien deutlich angehoben
werden (auf ein Niveau, dass wirklich alle Folgeschäden
mit einbezieht).
Das
wäre dann echt marktgerecht! Dann würde allein
schon die menschliche Vernunft das Energieproblem nachhaltig
lösen. Sowohl in der Wirtschaft als auch Privat
würde weit weniger Energie vergeudet (man bräuchte
nicht einfach administrativ
herkömmliche
Glühbirnen
verbieten).
Vor
allem würden sich endlich die alternativen Energien
durchsetzen, die auch wirklich zukunftsfähig sind.
Durch eine höhere Ökosteuer erzielt man die besten
Steuerungseffekte, nabelt sich binnen weniger Jahrzehnte vom
fossilen Brennstoffen vollkommen ab - und dem Staat kostet
diese wirklich effiziente Förderung nicht einmal etwas,
er nimmt massiv Geld ein, was zwangsläufig zur Senkung
der arbeitsschädlichen Lohnnebenkosten
führt.
Mehr
dazu...
5.
Halbierung der Auslandsrenten
Unser
staatliches Rentensystem fußt auf den
Generationenvertrag: Die arbeitende Bevölkerung
ernährt die Alten und Schwachen. Dieses Prinzip hat
sich besser als alle privaten Modelle über Generationen
bewährt, es funktioniert selbst in der Krise.
Während private Absicherungen keine letzte Sicherheit
bieten (Deutschland hat in den letzten 100 Jahren genug an
Währungsreformen, Weltwirtschaftskrisen,
Börsencrashs durchlebt), hat das staatliche
Rentensystem alle Katastrophen überstanden.
Der Generationenvertrag kann aber nur funktionieren, wenn
sich alle Vertragspartner wirklich solidarisch zeigen - also
nicht nur die Zahler, auch die
Empfänger.
Das
bedeutet im Klartext: Das Geld der Rentner muss im Lande
bleiben - damit nicht dringend benötigte Kaufkraft
verlorengeht. Die Hälfte des Rentnereinkommens wird
grob geschätzt durch den Konsumprozess wieder
hereingeholt -
die
Bezüge des Rentners finanzieren sich also bereits zur
Hälfte dadurch, dass er hier lebt, Miete zahlt und sein
Geld ausgibt.
Diese
Refinanzierung entfällt natürlich bei
Rentnern, die sich ins Ausland absetzen (häufig allein
deshalb, weil dort alles so schön günstig ist).
Ich vertrete die Ansicht, dass diese Art von
Generationenvertrag auf Dauer unhaltbar ist: Wer als Rentner
ins Ausland zieht, sollte nur die Hälfte der ihm
eigentlich zustehenden Rente angewiesen bekommen. Rund 1,6
Millionen Renten überweist die Deutsche
Rentenversicherung Monat für Monat ins Ausland -
Tendenz steigend (1992 waren es nur halb so viele).
6.
Abschaffung der Riesterrente und Sparförderungen
Ich
halte grundsätzlich jeden unnötigen staatlichen
Eingriff ins Marktgeschehen für destruktiv. Mit welchem
Recht muss die Riesterrente (und andere Sparformen)
staatlich gefördert werden? Das ist doch wieder einmal
nur bloße Umverteilung zugunsten der Bessergestellten
(denen genug übrig bleibt für Geldanlagen). Es ist
völlig widersinnig: Da schimpfen Politiker wie die
Rohrspatzen auf die bösen Spekulanten, gleichzeitig
pumpen sie aber über Subventionen immer mehr Geld in
diese Anlagegeschäfte.
Es
sind doch hauptsächlich die großen privaten
Pensionskassen und Versicherungen, die ihr Geld extrem
gewinnorientiert anzulegen versuchen, die also mit
großen Summen in die spekulativen Märkte
eingreifen. Warum soll man mit Steuergeldern (Riesterrenten)
diesen Vorgang weiter anheizen, warum müssen heutige
Armutsrentner diesen Frevel auch noch über
Rentenkürzungen mitfinanzieren?
Nach
meinem Ermessen gebärt sich der Staat wie ein
Geisteskranker: Einerseits drückt er über das von
den
Zentralbanken
ausgegebene Billiggeld die Renditen für seriöse
Spareinlagen
der
"kleinen Leute" (und treibt sie damit in riskante
Spekulationsobjekte), andererseits wird mit
Sparförderungen wahllos gegengesteuert und damit
nochmals die Spekulation angeheizt. Und dann wundern sich
die Regierungen noch, wenn die Finanzmärkte durch diese
steten irrationalen Eingriffe allmählich außer
Kontrolle geraten.
7.
Abschaffung des Euro
Eine
Einheitswährung für sich unterschiedlich
entwickelnde Volkswirtschaften kann nicht funktionieren.
Niemand kann die Kosten und Gefahren abschätzen, die
der Euro zwangsläufig in sich trägt. Deshalb ist
eine geordnete Auslösung unvermeidlich. Es sei denn,
man bildet unverzüglich eine politische Einheit, die
"Vereinigten Staaten von Europa" mit entsprechender
Auflösung der bisherigen Nationalstaaten.
8.
Hartz-IV Prozessflut eindämmen - Prozesskostenhilfe
einschränken!
9.
Warum sollen wir den Preiswucher bei Medikamenten
tolerieren?
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Manfred J. Müller, Flensburg, Juli 2009
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Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten
Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die
weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen
Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung
beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine
Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher
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Trilogie
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